Das 2. Metal Frenzy Weihnachtsbash

Wow, was für ein absoluter Kracher das war!

Impressionen ganz zum Schluss

 

Das Metal Frenzy Weihnachtsbash – wenn der Nordsound Showroom in Oebisfelde richtig zum Beben gebracht wird und Weihnachten mal so richtig laut daherkommt! Zum zweiten Mal fand das Metal Frenzy Weihnachtsbash statt, und mit ausverkauften Reihen von Kuttenträgern war alles bereit für das härteste Weihnachtsfest: Am 20. Dezember 2025 feierte das Metal Frenzy Festival sein zweites Weihnachtsbash – ein Event, das in keinem Metal-Kalender fehlen durfte! Kaum angekommen, wurde ich von den Machern des Metal Frenzy herzlich empfangen. Ab 18:00 Uhr öffneten sich die Türen, und pünktlich um 19:00 Uhr startete das Inferno aus Gitarrenriffs, wummernden Bässen und donnernden Drums. 

Auf der Bühne standen fünf herausragende Bands, die eines gemeinsam hatten: Sie brannten für puren, handgemachten Rock und Metal. Dieser Abend war weit mehr als nur ein gewöhnliches Metal-Konzert – es war ein Familientreffen der großen Metal-Gemeinschaft, an dem Jung und Alt, Fans, Headbanger und Rockenthusiasten zusammenkamen, um gemeinsam zu feiern und die Seele baumeln zu lassen. Zwischen flackernden Lichtern, vibrierenden Beats und einer Atmosphäre voller Zusammenhalt wurde der Weihnachtszauber auf eine ganz eigene Weise spürbar. Der Nordsound Showroom, wo die Saiten glühen, Schlagzeuge erbeben und Herzen im Takt der Musik schlagen, verwandelte sich in einen Ort, an dem Metal nicht nur gehört, sondern regelrecht gelebt wurde. Mit Headshot, Chicago Lane, Abrogation, Heavens Gate und Crossplane standen großartige Bands auf der Bühne, die keinerlei Kompromisse eingingen und ihre Setlists gnadenlos an die Wand nagelten – immer mit voller Leidenschaft.


Moderiert wurde der Abend von den Metalmöhren Suzen Berlin & Britta Görtz, die dem Ganzen den letzten Schliff verliehen. 

Headshot

Den Startschuss gab Headshot – seit Jahren eine feste Größe im heimischen Underground. Die Thrasher sind zäh wie Leder und lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Mit gut 45 Minuten halsbrecherischem Thrash Metal in rasantem Tempo legten sie los. Angeführt von Danielas knurrendem Gesang raste die Band durch acht Songs wie ein Wirbelsturm und zerstörte alles in Reichweite! Dann brach die Hölle los: „Burned“ verwandelte sich in einen wilden Galopp voller Wut und Aggression. Danielas knurrender Gesang schnitt durch die Luft wie ein Messer und zerfetzte jeden Gegner! Nach diesem spektakulären Auftakt folgte „Scars Of Damnation“, das die Köpfe zum Kreisen brachte. Mit „Ground Zero“ und „Eyes Of The Guardians“ zeigte die Band keinerlei Gnade! Mit steigendem Tempo nahm auch das Headbanging Fahrt auf und forderte die Nackenmuskulatur bis aufs Äußerste heraus! Insgesamt lieferte Headshot ein atemloses, brutales Feuerwerk aus wilder Wut, roher Aggression und unbändigem Thrash Metal – pure Wildheit in Reinkultur.

Chicago Lane

Jetzt betritt Chicago Lane die Bühne: Ein köstliches Debüt, das Glamour und Rock mit voller Wucht vereint! Jung, energiegeladen und mit ordentlich Haarspray im Gepäck. Die Glam Rock-Band aus Hannover hat sich vorgenommen, dem Sound des legendären L.A. Sunset Strip einen frischen, modernen Anstrich zu verpassen. Chicago Lane punktet nicht nur mit beeindruckenden Streaming-Zahlen, millionenfachen Videoaufrufen auf Social Media und gefeierten Live-Shows. Mit ihrem Triumph beim local heroes Landesfinale Niedersachsen 2024 sicherten sich die vier Jungs einen Platz unter den zwölf heißesten Newcomern Deutschlands. Der erste Song „Take You Home“ startet mit kraftvollen Gitarrenriffs und entfesselt sofort eine Ohrwurm-Attacke. Mit einem gelungenen Gitarrensolo mitten im Stück beweist die noch junge Band, dass sie im Rock-Business definitiv mitmischen kann. Bei „Living Loud“ wird es dann richtig glamrockig. „Lick It“ schiebt sich wie ein frischer Leckerbissen aus der 80er-Jahre-Maschine direkt in die Gehörgänge. Der Refrain klebt fest wie Kaugummi an der Schuhsohle. Der Track „Hit Me Up“ versprüht nostalgische Vibes, die einem das Gefühl geben, diesen Song schon mal irgendwo gehört zu haben – vielleicht in einem Film, den man insgeheim liebt, auch wenn man es nicht zugeben will. Mit „Last Christmas“ wurden wir schließlich perfekt auf die Weihnachtszeit eingestimmt. 

Heavens Gate

Seid ihr bereit für ein echtes Heavy-Metal-Feuerwerk? Die unangefochtenen Herrscher des melodischen Power Metal, die das Herz jedes wahren Metal-Fans höherschlagen lassen. Wer hätte jemals gedacht, dass man sie wieder live erleben darf? Heavens Gate mit Herbie Langhans am Mikrofon und Sascha Paeth an der Gitarre. Nach seiner Zeit bei Heavens Gate machte Sascha Paeth vor allem als Produzent und Gitarrist bei Avantasia von sich reden. Außerdem gründete er seine eigene Formation namens SASCHA PAETH'S MASTERS OF CEREMONY. Ihren größten Triumph feierten Heavens Gate 1991 mit dem Album "Livin' in Hysteria", das in Japan zum absoluten Verkaufsschlager avancierte. "Livin’ In Hysteria" ist, war und bleibt ein klassisches Sommeralbum – von Anfang bis Ende voller Energie und unglaublich abwechslungsreich. Die perfekte Metal-Platte für die Fahrt im Auto, auch heute noch sympathisch und erstklassig, und seit über zwanzig Jahren ein mit Hits gespicktes Referenzwerk des melodischen Speed Metal! Ein besonderes Geschenk gab es bei „Living in Hysteria“ und „Can‘t stop rockin“: Suzen Berlin sang bei den zwei Songs im Duett mit Herbie. Und ich muss sagen – mir persönlich gefiel das richtig gut – Suzen mal in einem ganz anderen Genre zu erleben und zu hören.

Abrogation

Abrogation – die Melodic Death Metaller aus Magdeburg mit deutschen Texten – haben zwar schon länger keine neuen Veröffentlichungen rausgehauen, doch ihre Fans kennen die alten Hits umso besser und fiebern mit der Band mit. Im nächsten Jahr soll endlich ein neues Album erscheinen. Mit einem wirklich beeindruckenden Pianospiel startet ihre Setlist bei „Tausend Schatten“, gefolgt vom „Puppenspieler“ – deutschsprachiger Melo-Death vom Feinsten. Mit „Spieglein, Spieglein“ und „Sarggeburt“ präsentierten sie weitere Highlights, die eine perfekte Brücke zwischen Härte und Melodie schlugen und das Publikum in eine düstere, faszinierende Klangwelt entführten. Die Fans waren begeistert, ließen sich von der Musik mitreißen und sangen textsicher jeden Song mit. Abrogation bewiesen einmal mehr, dass sie trotz längerer Pause nichts von ihrer Power und ihrem Können eingebüßt haben.

Crossplane

Den krönenden Abschluss des Abends lieferten die Herren von Crossplane. Wenn Crossplane loslegen, klingt das für mich so, als hätten Lemmy vier uneheliche Söhne in Essen, die sich verbündet haben, um ordentlich Rock ’n’ Roll zu liefern. Bei Songs wie „Take it“, „All Hell“ oder „Never let me“ ging sofort die Post ab. Und dann "Rememberance" – was für ein verdammt geiler Song! Der Geist von Lemmy weht immer mit, wenn Crossplane die Bühnen im Land stürmen, doch sie sind keineswegs nur ein weiterer Motörhead-Klon, sondern echte Ruhrpott-Höllenhunde mit ihrem ganz eigenen motörheadesquen Stil. Rotziger Heavy’n’Roll vom Feinsten, der einfach nur Laune macht. Crossplane spucken eine mitreißende Nummer nach der anderen aus dem Ärmel, und ich bin sicher, Lemmy sitzt auf seiner Wolke, hebt den Jackie Cola und denkt sich: „Well Done, Bitches, Well Done.“ Die Jungs hatten einfach einen Riesenspaß auf der Bühne.

Das war mal wieder ein grandioser Abend – alle Bands haben den Nordsound Showroom in Oebisfelde komplett niedergerockt. Alle Metaller verließen glücklich den Saal und gingen zufrieden in die Weihnachtsfeiertage. Ich machte mich ebenfalls zufrieden auf den Heimweg.


Metal Frenzy Festival | Nordsound Showroom | Weihnachtsbash
Fotos vom 20.12.2025

 

 

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