Hallelujah – die Sonne knallte erbarmungslos vom Himmel und ließ niemanden kalt.
Was für ein fantastischer Pfingstsonntag liegt hinter uns! Wie jedes Jahr zu Pfingsten in Engersen hat der 1.FCKW seine legendären Highlandgames – und das bereits zum 18. Mal. Rund 600 begeisterte Zuschauer standen am Spielfeldrand, feuerten ihre Favoriten mit voller Energie an. Ein riesiges Dankeschön an alle, die diese Highlandgames erneut zu einem unvergleichlichen Spektakel gemacht haben. Ein ganz besonderer Dank geht an Marvin Pichler, unseren Dudelsackspieler, der uns Jahr für Jahr begleitet und die festliche Stimmung auf ein neues Level hebt. Für unsere Besucher gab es wie gewohnt ein abwechslungsreiches Programm: Eine Hüpfburg und die Bastelstationen der AWO sorgten für strahlende Kinderaugen. Dazu lockten zahlreiche Köstlichkeiten – vom Eis-Café Piccolo mit seinem leckeren Eis. Himmlischen Kuchen bis hin zu frisch gegrillten Spezialitäten und erfrischenden Getränken war für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem konnten lustige Schnappschüsse an der Fotobox gemacht werden. Doch nun zu unseren Teams: Sechs Mannschaften traten auf der Wettkampfarena nicht nur mit Muskelkraft, Schnelligkeit und Ausdauer gegeneinander an, sondern bewiesen auch Geschicklichkeit und Teamgeist. Beim Tauziehen und Bierkrugstemmen waren vor allem die kräftigsten Teammitglieder gefragt. In insgesamt zehn packenden Disziplinen – darunter Sackhochwerfen, Tauziehen, Eierwerfen, Pickup-Ziehen und Bierkrugstemmen – meisterten die Teams zahlreiche Herausforderungen.
Hier sind unsere diesjährigen Teilnehmer
Die erste große Herausforderung war der Wettbewerb „Sack über die Schnur“ (im Original Sheaf Toss genannt). In dieser beliebten Team-Disziplin treten zwei Mannschaften jeweils auf gegenüberliegenden Spielfeldern gegeneinander an. Das Ziel besteht darin, innerhalb eines begrenzten Zeitraums so viele schwere Säcke wie möglich über eine in der Mitte gespannte Leine zu werfen, um das eigene Spielfeld vollständig zu räumen. Der Sheaf Toss hat seinen Ursprung in einer landwirtschaftlichen Tätigkeit auf dem Feld. Schottische und irische Bauern verwendeten ursprünglich Heugabeln, um mit Stroh oder Heu gefüllte Jutesäcke auf hoch beladene Wagen zu werfen. Was einst eine reine Arbeitsaufgabe war, entwickelte sich zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert zu einem sportlichen Wettstreit auf Jahrmärkten und ist heute eine feste Disziplin bei den Highlandgames. Dabei sicherten sich die Sackpfeifen und die Promilleprinzen jeweils mit 6 Punkten den ersten Platz. Direkt dahinter landete der TC Blitzeblau mit 4 Punkten. Der 1. FCKW erzielte 3 Punkte, die Partyhydranten kamen auf 2 Punkte, und die Waldmeister konnten sich mit 1 Punkt begnügen.
Ein Hauch von Schottland lag in der Luft – denn die zweite Disziplin stand unmittelbar bevor: das Baumstammwerfen mit Stein & Stumpf. Besonders beim schweren Holzstamm war es entscheidend, diesen mit kraftvollem Schwung zu werfen, sodass er sich idealerweise einmal längs überschlägt und landet. Diese Disziplin hat vermutlich ihre Wurzeln im Alltag der Holzfäller, die Stämme über Flüsse und Schluchten transportieren mussten. Eine alternative Erklärung besagt, dass schottische Krieger im Mittelalter, als sie keine Waffen tragen durften, mit Baumstämmen trainierten, um ihre Stärke für die Überwindung feindlicher Befestigungen zu prüfen. Hier sicherte sich der 1. FCKW den ersten Platz mit 6 Punkten, gefolgt von den TC Blitzeblau mit 5 Punkten und den Promilleprinzen mit 4 Punkten. Die Sackpfeifen erreichten 3 Punkte, die Waldmeister 2 Punkte und die Partyhydranten konnten 1 Punkt verbuchen.
In der dritten Disziplin, dem Baumstammdrücken, handelt es sich um eine traditionelle Methode, die einst zur Sicherung der Tore schottischer Burgen eingesetzt wurde. Wenn feindliche Clans versuchten, mit einem Rammbock das Tor zu durchbrechen, mussten die stärksten Krieger von innen mit einem eigenem Baumstamm dagegenhalten und die Angreifer mit purer Muskelkraft vom Hof drücken. Der TC Blitzeblau jubelte über den Sieg und sicherte sich 6 Punkte. Die Sackpfeifen kämpften sich energisch auf den zweiten Rang vor und erzielten dabei 5 Punkte. Die Partyhydranten behaupteten sich auf dem dritten Platz mit 4 Punkten. Der 1. FCKW errang solide 3 Punkte, während das Team Promilleprinzen 2 Punkte für sich verbuchen konnte. Die Waldmeister schlossen das Feld mit einem Punkt ab.
Die vierte Disziplin – Bierkrugstemmen – entstand in den urigen, schottischen Pubs nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag. Der Überlieferung nach versprach der Wirt damals Freibier für denjenigen, der seinen Krug am längsten ohne Absetzen in der Luft hielt – eine clevere Sparmaßnahme der Schotten, um ihre Kassen zu entlasten! Wer schaffte es, den Krug am längsten ohne Absenken oder Abstützen zu stemmen? Hier triumphierten die Sackpfeifen und hielten ihre Krüge beeindruckende 12:58 Minuten (zusammengenommen von zwei Teilnehmern) in der Luft. Die Promilleprinzen brachten es auf eine Gesamtzeit von 11:32 Minuten, während der 1. FCKW mit 10:50 Minuten ebenfalls ordentlich punkten konnte. Die Waldmeister stemmten ihren Krug beachtliche 6:16 Minuten, dicht gefolgt von TC Blitzeblau mit 6:13 Minuten und den Partyhydranten, die auf 5:38 Minuten kamen.
Die fünfte Disziplin war das Sackschlagen - die Story dazu - das spielerischeTraining für den Kampf auf schmalen Brücken und Burgmauern. Da Schotten selten einer Rauferei aus dem Weg gingen,
wurde so die Balance trainiert. Wer sich auf deinem nassen, rutschigen Baumstamm halten und gleichzeitigden Gegner runterhauen konnte, überlebte auch jenen Kampf im unwegsamen Hochland. Die
Punkteverteilung sah wie folgt aus:
Die Promilleprinzen - 6 Punkte
Die Partyhydranten - 5 Punkte
Die Sackpfeifen, der 1. FCKW und der TC Blitzeblau - je 4 Punkte
Die Waldmeister erspielten einen Punkt.
Anschließend folgte die sechste Disziplin: das Eierwerfen, eine traditionelle Methode der geheimen Proviantübergabe während englischer Belagerungen. Wenn Clans in ihren Burgen eingeschlossen waren, warfen ihnen ihre Verbündeten aus den umliegenden Wäldern Lebensmittel über die Mauern zu. Wer das Ei fallen ließ, musste am Abend ohne Nahrung auskommen. Die Punktevergabe gestaltete sich wie folgt: 6 Punkte erhielten die Sackpfeifen, die Promilleprinzen erreichten 5 Punkte, der TC Blitzeblau sicherte sich 4 Punkte, 3 Punkte gingen an die Partyhydranten, der 1. FCKW erzielte 2 Punkte und die Waldmeister bekamen einen Punkt.
Das Ziehen eines Pick-ups – historisch betrachtet der Ochsenkarren – stellte die Rettung für den liegengebliebenen Besitz des Clans dar. Wenn im schottischen Moor der schwere Ochsenkarren, beladen mit Whisky-Fässern, steckenblieb oder das Zugtier erschöpft war, mussten die Männer selbst aktiv werden. Ein schottischer Kater wartet schließlich nicht. Diese außergewöhnliche Herausforderung verlangte enorme körperliche Kraft und Ausdauer. In diesem Wettbewerb sicherten sich die Sackpfeifen den Sieg mit 6 Punkten, gefolgt von den Promilleprinzen mit 5 Punkten und dem TC Blitzeblau, der 4 Punkte erreichte. Die 1.FCKW erzielte drei Punkte, die Partyhydranten kamen auf 2 Punkte, und die Waldmeister erhielten einen Punkt.
Bei der folgenden Disziplin – dem Sackhochwerfen – zeigte sich eine Herausforderung, die beim Beladen der hohen Heuböden und Heuwagen entstand. Leitern waren kostspielig und das Wetter ungünstig. Deshalb mussten die Knechte die schweren Getreidesäcke allein mit der Kraft ihrer Heugabeln und Arme so hoch wie möglich schleudern, um die oberen Ebenen der Scheunen zu erreichen. Auch in diesem Wettbewerb dominierten erneut die Sackpfeifen und sicherten sich weitere sechs Punkte. Der TC Blitzeblau errang 5 Punkte, die Partyhydranten holten 4 Punkte, jeweils drei Punkte gingen an den 1. FCKW und die Promilleprinzen während die Waldmeister jeweils einen Punkt erhielten.
Das Tauziehen, die klassische Entscheidungshilfe bei Grenzstreitigkeiten zwischen Clans. Bevor man unnötig Blut vergoss, griffen die Clanchefs zu einem dicken Schiffstau. Wer das gegnerische Team über die Grenzlienie in den Schlamm zog, dem gehörte das Stück Land oder die weidenden Schafe darauf. Hier sicherte sich der TC Blitzeblau den Triumph mit 6 Punkten, dicht gefolgt von den Partyhydranten, die 5 Punkte erzielten. Mit 4 Punkten belegten die Sackpfeifen den dritten Rang, während der 1. FCKW sich 3 Punkte erkämpfte. Die Promilleprinzen erreichten 2 Punkte, und die Waldmeister konnten einen Punkt verbuchen.
Im packenden Endkampf der letzten Staffel fanden die Wettbewerbe Sackhüpfen, Fliegender Highlander sowie Schottenkarre statt. Die Punktevergabe gestaltete sich dabei wie folgt: Die Sackpfeifen erhielten 12 Punkte, gefolgt von den Partyhydranten mit 10 Punkten. Der 1. FCKW erreichte 8 Punkte, TC Blitzeblau sammelte 6 Punkte, die Promilleprinzen kamen auf 4 Punkte und die Waldmeister erhielten 2 Punkte.
Am Ende setzte sich das Team der Sackpfeifen zum 3. Mal in Folge als strahlender Sieger der diesjährigen Schottenspiele in Engersen durch und sicherte sich somit erneut den Wanderpokal – mit beeindruckenden 58 Punkten! Nur knapp dahinter erreichte das Team TC Blitzeblau den zweiten Platz mit 46 Zählern. Die Promilleprinzen belegten mit 42 Punkten den dritten Rang, gefolgt vom 1. FCKW auf Platz vier mit 39 Punkten. Die Partyhydranten landeten auf dem fünften Platz mit 37 Punkten, während die Waldmeister mit 14 erspielten Punkten den sechsten Platz einnahmen. Die Highland Games waren einmal mehr ein voller Erfolg! Begeisterte Anfeuerungsrufe hallten über das Gelände, während Freunde und Familien für eine unvergessliche Atmosphäre sorgten. Jeder Wettkampf stellte nicht nur eine Herausforderung an die körperliche Stärke dar, sondern auch einen Prüfstein für den Zusammenhalt im Team.
Nach diesem spannenden Tag, geprägt von Schweiß und Triumphen, war klar, dass jede Mühe sich gelohnt hatte. Unser besonderer Dank gilt unseren Sponsoren und Helfern, die maßgeblich zum Gelingen der Highland Games 2026 beigetragen haben. Ebenso danken wir allen Gästen aus nah und fern, die den Weg zu uns gefunden haben. Wir hoffen, euch spätestens am Sonntag, den 16. Mai 2027, wiederzusehen! Ohne euch wäre dieses Event nicht möglich gewesen.